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Die Kraniosakral-Therapie
Die kraniosakrale Therapie ist einer der drei Teilbereiche der Osteopathie. In der heutigen Zeit wird sie oftmals auch als eigenständige Therapieform betrachtet.
Der US amerikanische Arzt Dr. Sutherland, ein Schüler des Osteopathie- begründers Andrew Tailor Still, legte durch seine Forschungen den Grundstein für dieses Behandlungskonzept. In seine heutige Form umgesetzt wurde es von dem osteopathisch arbeitenden Arzt und Chirurgen Dr. John E. Upldeger.
Der Begriff kraniosakral bezeichnet das Schädel (Cranium)-Kreuzbein (Sakrum)-System im menschlichen Körper, auf dem diese Therapieform aufgebaut ist. Innerhalb dieses Systems zirkuliert der Liquor cerebrospinalis (Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit), dessen wellenförmige Bewegungen den kraniosakralen Rhythmus formen.
Über die Verbindung des Schädels mit dem Kreuzbein über die Dura Mater (eine der drei Hirnhäute) sowie den kraniosakralen Rhythmus kann der Therapeut Rückschlüsse auf vorhandene Dysfunktionen im Körper ziehen. Das bedeutet, Funktionseinschränkungen aus dem Bereich der unteren Extremitäten, des Beckens oder Thoraxbereiches können den Schädelbereich beeinflussen und umgekehrt! So kann eine Verwringung des Beckens die Lage von Schädelknochen verändern und damit z. B. Probleme im Kauapparat verursachen.
Einige Anwendungsbeispiele sind:
- Unfallfolgen (z. B. Schleudertrauma)
- Kiefergelenksproblematiken
- Nachsorge bei zahnärztlichen oder kieferorthopädischen Eingriffen
- Migräne, Tinnitus
- Schwindel
- Hormonstörungen z.B. während der Menopause
- Vegetative Ungleichgewichte z. B. Verdauungsstörungen
- Bluthochdruck (Hypertonie)
- Nervensystemerkrankungen
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